Mehrere Gebäude beschädigt in Wuppertal

Wuppertal 10.03.19

Um 12:41 wurde das Hattinger Baufachberater Team nach Wuppertal alarmiert. Dort sei ein Gebäude durch einen Wasserrohrbruch beschädigt worden und zeige Risse. Da war das ganze Ausmaß der Schadensstelle noch nicht abzusehen.

In der Nacht zuvor hat sich im Stadtteil Langerfeld der Rohrbruch ereignet, nach Aussage der Bewohner machte er sich durch starkes Rauschen bemerkbar. Der Grund für den Rohrbruch ist unbekannt.

Nach Eintreffen an der Einsatzstelle, wurde das bereits durch die Feuerwehr evakuierte Gebäude durch die Baufachberaterin begangen und eingeschätzt. Noch während der Sichtung meldeten sich immer mehr Bewohner aus den umliegenden Gebäuden mit Riss-Sichtungen. Nach der ersten Einschätzung wurden aus Hattingen die Abstützgruppe mit ihrem EGS, Baustützen und dem ASH (Abstütz-System- Holz) angefordert. Aus dem OV Wuppertal der Zugtrupp und weitere Bergungsgruppen, ebenfalls mit EGS und Baustützen. Aus dem OV Remscheid wurde das Einsatzstellen-Sicherungs-System (ESS) angefordert. Da ging man noch davon aus, den Schaden mit Innen- und Außenabstützungen begegnen zu können, allerdings sollte erst der Untergrund erkundet werden, da die starken Rissbildungen nicht mit dem wenig ausgespülten Bodenmaterial auf der Straße übereinkam.

Zuerst brachte der ESS-Trupp, mit Unterstützt der Drehleiter der Feuerwehr, mehrere Messspiegel an zwei Gebäuden an, um die Bewegungen zu messen und notfalls frühzeitig alle Kräfte zu warnen. Die Messungen des ESS ergaben ständige Bewegungen. Dann wurde vor den Gebäuden die Straße zur Erkundung des Untergrundes mit einem Minibagger geöffnet, auch um die Gefahr für weitere Gebäude einzugrenzen. Der Aufbruch gestaltete sich einfach, da nur noch die Asphaltschicht einen großen Hohlraum abdeckte. Der erstreckte sich über die ganze Straßenbreite und verhinderte damit eine Außenabstützung. Dies wurde auch durch die Ortungskamera des OV Wuppertal bestätigt. Wegen fehlender Möglichkeiten der Kräfteableitung in den Boden wurden die Abstütz-Einheiten in Bereitschaft gesetzt und weitere Gebäude mussten geräumt werden.

Anhand des Rissbildes und der Messungen konnte festgestellt werden, dass das Gebäude welches am schlimmsten betroffen war, sich in mehrere Teile aufgeteilt hatte, die sich unterschiedlich bewegten, dieses Gebäude musste aufgegeben werden. Bei den restlichen geräumten Gebäuden wurden die wichtigsten Habseligkeiten der Bewohner geordnet herausgeholt, wobei zwei Gebäude später wieder frei gegeben werden konnten. Ob die komplette Häuserzeile erhalten bleiben kann, müssen nun weitere Erkundungen ergeben.

Neben der Feuerwehr wurden das Bauordnungsamt, der Geologische Dienst NRW, ein zweiter THW Baufachberater aus dem OV Wermelskirchen sowie die Wuppertaler Stadtwerke zur Einsatzstelle hinzugezogen.

In der Nacht endete erstmal der Einsatz der 37 Hattinger Kräfte, zur Abstützung kam es an diesem Tag nicht. Sturmbedingt fiel ein Baum auf ein Fahrzeug direkt neben der Einsatzstelle. Hier konnten unsere Einsatzkräfte schnell helfen, Auto und Straße wurden sofort freigeschnitten. Die drei Gliederzüge fuhren geschlossen zurück zur Wache. Die Gebäudeüberwachung durch das ESS wurde über Nacht weiter aufrechterhalten, insgesamt durch fünf Einsatzkräfte.

Am Folgetag kam es zur nächsten Alarmierung zu dieser Einsatzstelle, dazu im weiteren Artikel mehr.

Weitere Infos:

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/wuppertal-haeuser-einsturz-100.html

http://www.spiegel.de/panorama/wuppertal-hohlraeume-im-untergrund-haeuser-einsturzgefaehrdet-a-1257160.html

https://www.wp.de/panorama/sechs-haeuser-in-wuppertal-einsturzgefaehrdet-id216637343.html

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