Informationen für Arbeitgeber

In Deutschland werden große Teile des Katastrophen- und Zivilschutzes über ehrenamtliche Dienste realisiert. Beim THW sind es 80.000 Helferinnen und Helfer die ehrenamtlich neben ihrem Beruf technische Hilfe leisten.

Dieses Engagement ist nur möglich, wenn auch der Arbeitgeber hinter den Helferinnen und Helfern steht. Tausende Unternehmen in Deutschland fördern die Arbeit des THW. Sie wissen, dass ihre Mitarbeiter ehrenamtliche Verantwortung tragen und zeigen Verständnis für die Anforderungen einer Einsatzorganisation. Die Unternehmen tragen damit eine Mitverantwortung für den Katastrophen- und Zivilschutz in Deutschland.

Natürlich sollen beiden Seiten, also Arbeitgebern und Arbeitnehmern, keine Nachtteile durch die ehrenamtliche Tätigkeit entstehen. Der Mitarbeiter muss während des Einsatzes weiterbezahlt werden. Dem Arbeitgeber wird der durch den Einsatz seiner Mitarbeiter entstandene Lohnausfall, inklusive aller Sonderleistungen auf Antrag erstattet. Natürlich ist dies keine Zahlung die alles ausgleicht, aber dafür profitiert auch der Arbeitgeber von der Zusammenarbeit mit dem THW:

Ehrenamtsfreundliche Unternehmen sind attraktive Arbeitgeber für motivierte Fachkräfte

Als Partner vom THW leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Gefahrenabwehr in ihrer Region und darüber hinaus

Sie können ihr Engagement positiv für ihr Image und ihre Öffentlichkeitsarbeit einsetzen. Wir unterstützen sie gern bei Kampagnen.

Helfer im THW erwerben Schlüsselqualifikationen von denen ihr Unternehmen profitiert

Mit Teamgeist, Kreativität und verlässlichen Engagement bewähren sich THW Helferinnen und Helfer im Einsatz und am Arbeitsplatz diese und weitere Soft Skills sind auch in ihrem Unternehmen wichtig.

Viele Aus- und Fortbildungen der THW Schulen sind als Qualifizierung auf dem Arbeitsmarkt anerkannt.

 

Verfahrensweisen bei Einsätzen

Das THW informiert den Arbeitgeber schriftlich von der notwendigen Freistellung des Arbeitnehmers. Im Einsatzfall kann es vorkommen, dass diese Information kurzfristig, per Fax oder telefonisch durch den Arbeitnehmer vorgenommen wird. Dann erfolgt aber zumindest nach dem Einsatz eine entsprechende schriftliche Information durch das THW.

Nach dem Einsatzabschluss wird dem Arbeitgeber ein Antrag auf Erstattung fortgewährter Leistungen übersandt.

Der private Arbeitgeber stellt den Arbeitnehmer frei und zahlt ihm das reguläre Arbeitsentgelt fort, als wäre der Arbeitnehmer normal zur Arbeit erschienen. Der Arbeitgeber berechnet dann seine Erstattungsansprüche gegenüber dem Bund mittels zugesandtem Antrag „Erstattung fortgewährter Leistungen“ (anhand des beiliegenden Merkblattes) ab und schickt diesen an die zuständige THW-Regionalstelle (hier THW Regionalstelle Bochum).

Bei öffentlichen Arbeitgebern ist eine Erstattung der fortgewährten Leistungen gesetzlich nicht vorgesehen.

Die THW-Regionalsstelle prüft die sachliche und rechnerische Richtigkeit und weist die Zahlung über die Bundeskasse an. Dieser Vorgang dauert in der Regel zwischen 7 und 14 Tagen.

Wir bitten die Anträge innerhalb von 14 Tagen nach Zugang ausgefüllt zurück zu senden.


Wenn Sie mehr über unsere Arbeit erfahren möchten, sprechen Sie mit uns. Auf Wunsch organisieren wir auch Informationsbesuche bei uns oder Ihnen. Zusammenarbeit ist uns wichtig. Sollten Sie bezüglich der Dienstteilnahme zu geplanten Hilfeleistungen oder Schulungsveranstaltungen betriebliche Engpässe haben, sprechen Sie uns bitte an. Auch wenn Sie durch das THW-Gesetz rechtlich zur Freistellung verpflichtet sind, liegt unser Interesse in guter Kooperation.