Login Form

THW Hattingen, das Jahr 2014 in Zahlen

Hattingen,14.01.15

Ein weiteres Jahr voller Aktivitäten, mit Mühen, Freude und Kameradschaft liegt hinter uns.

 

Das THW Hattingen konnte auch in diesem Jahr wieder vielfältig im Bevölkerungsschutz und der örtlichen Gefahrenabwehr tätig werden. Die Zahlen (Stand 31.01.14) sprechen auch hier ein deutliches Bild.

Der Ortsverband (OV) stellt einen Technischen Zug mit folgenden Einheiten:

einen Führungstrupp, zwei Bergungsgruppen und eine Fachgruppe Infrastruktur. Allerdings kommen noch der OV Stab sowie die beiden Jugendgruppen hinzu. Damit zählt er Bundesweit eher zu den kleinen Standorten, einer von insgesamt 668.

Von den derzeit 118 Mitgliedern sind 30 Junghelfer und die hohe Übertrittsquote zur Einsatzmannschaft (dieses Jahr 7) lässt uns zuversichtlich in die nächsten Jahre schauen.

Trotz geändertem allgemeinem Freizeitverhalten, haben wir im letzten Jahr einen Stundendurschnitt von 294,20 Stunden/je Mitglied erreicht. Dies liegt etwas unter der Leistung vom Vorjahr, in diesem lag aber auch der komplette Umzug in die neue Wache.

Was aber deutlich die hohe Motivation und Leistungsbereitschaft zeigt, ist der Umstand, dass wir damit fast 35 % mehr Dienststunden absolvieren wie der Bundesdurchschnitt.

Von den insgesamt 23.451 Dienststunden entfallen im letzten Jahr über 5400 Stunden allein auf Einsätze. Diese sind für die Betroffenen selbstverständlich immer mit Leid verbunden, jedoch für die Helfer die Motivation, um sich noch mehr auf etwaige Einsatzszenarien durch Ausbildung und Lehrgänge vorzubereiten.

Nimmt man diese Zahl der Leistungen und versucht diese ehrenamtliche Arbeit finanziell zu bewerten, so entspricht dies der Tätigkeit von fast 15 Vollzeitstellen .

Wir bekommen aber immer mehr das Problem, dass sich mit den Haushaltsmitteln des Bundes ein normaler Dienstbetrieb nicht finanzieren lässt. Sei es die gestiegenen Anforderungen des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes zu entsprechen oder aber alleine die Tanks der mittlerweile teils überalterten Einsatzfahrzeuge zu füllen. Allein der Haushalt hätte für den Dienstbetrieb auf dem hohen Niveau nur bis Mitte Juni gereicht. Ohne Förderung von Sponsoren und Beantragung von Fördermitteln unterschiedlichster Art, ist dies nicht zu realisieren. Auch hierfür muss immer mehr Zeit aufgewendet werden, die bei anderen Dingen fehlt.

Ein erheblicher Teil der Arbeit nimmt auch die Pflege, Wartung und Prüfung der umfangreichen Ausstattung ein. Diese Tätigkeit sollte für die Zukunft an hauptamtliches Personal vergeben werden, denn die hierfür erforderlichen Aus- und Fortbildungen sind ehrenamtlich fast nicht mehr leistbar. Auch der typische Verwaltungsaufwand ist immens hoch. Jedoch sind bei bundesweit ca. 80.000 Mitgliedern lediglich etwas über 800 hauptamtliche Mitarbeiter nicht in der Lage dies aufzufangen.

Auch in diesem Jahr startet wieder ein Anwärter-Lehrgang, bei dem am Ende die Einsatzbefähigung steht. Zurzeit liegen hier bereits wieder acht Anmeldungen vor.

Leider stellen wir immer mehr fest, dass man „helfen wollen“ sich auch „leisten können“ muss. Sind die Einsatzkräfte gezwungen einen 2. Job zu bestreiten, um ihr Leben finanzieren zu können, fehlt letztendlich nicht der Wille sondern die Zeit. Gleiches gilt für die gestiegenen Anforderungen an Schüler und Studenten.

Gerade in Hinsicht der steigenden Einsatzzahlen durch Naturereignisse oder anderer möglichen Ereignisse ist das Wirken unserer Mitglieder wichtig und dafür danken wir allen.

Besonderen Dank sprechen wir unseren Arbeitgebern und Familien aus, ohne deren Verständnis wir nicht dazu in der Lage wären. Dies gilt auch den Sponsoren und unserem Förderverein.

Genauerer Information über die Tätigkeiten entnehmen sie bitte unser Internetpräsens unter www.thw-hattingen.de