Jahresbericht 2018

Auch das vergangene Jahr war für das THW Hattingen wieder ein ereignisreiches Jahr.

Dies sieht man an der weiter gestiegenen Dienststundenzahl. Mit fast 32.000 Stunden wurde so viele ehrenamtliche Arbeit geleistet wie noch nie.

 

 

 

Zu den aktuell 124 Mitgliedern (Stichtag 1.1.19) gehören auch 46 Junghelfer, die in drei unterschiedlichen Stufen tätig sind. Da viele aus der Jugendgruppe zu den Zugpraktikanten (Junghelfer plus) wechselten, sind in der Jugendgruppe wieder freie Plätze und der Aufnahmestopp konnte beendet werden. Die letzte Altersklasse von 14-16 Jahren soll wieder stärker besetzt werden, dazu sind schon Maßnahmen in 2019 geplant. Die Bergungsfüchse (Minis, 6-9 Jahre) bleiben konstant bei 15 Mitgliedern, hier muss leider immer wieder eine Warteliste eingerichtet werden.

Die Grundausbildung hat 2018 insgesamt 6 neue Einsatzkräfte in den Zug gebracht. Somit haben wir hier eine Stärke von 78 Einsatzkräften, von denen 55 aktuell die Einsatzbefähigung haben (Ausbildung, ärztliche Untersuchung, Impfungen). Da wir hier über unseren Soll-Zahlen liegen, wurde uns durch die anstehende Umstrukturierung eine zusätzliche Einheit zugewiesen. Diese wird im Laufe des Jahres 2019 disloziert und dann auch die dazugehörigen Beschaffungen angestoßen.

Bei den etwa 400 geleisteten Diensten wurden 30 Einsätze in 2018 gefahren, nicht erfasst werden dabei die First-Responder Einsätze sowie die Einsätze im Rahmen des Bereitschaftsdienstes mit der Feuerwehr Hattingen.

Ebenso viele Einsatzstunden wie Ausbildungsstunden (ca. 4.200) wurden geleistet. Der Rest der 32.000 Gesamtstunden verteilt sich auf Jugendarbeit, Verwaltung, Fahrzeug- und Gerätepflege, Liegenschaftspflege und weitere allgemeine Dienste. Somit kommt im Durchschnitt jedes Mitglied auf über 341 Dienststunden.

Wer viel macht, darf dafür auch geehrt werden. In diesem Jahr erhielten 2 Einsatzkräfte die Auszeichnung „Ehrenring THW Hattingen“ verliehen durch die Mitglieder des Ortsverbandes, für Pflichterfüllung und Kameradschaft. Carlo Solomita und Stefan Müsch waren die Auserwählten.

Durch den Landesverband wurden folgende Helferzeichen in 2018 verliehen, dies für besondere Leistungen im THW.

Das Helferzeichen in Gold haben erhalten:

Sonja Brokowski, Kevin Brune, Christian Dommes, Tino Foltinek und Ferdinand Spitznas.

Die nächsthöhere Stufe, das THW Helferzeichen in Gold mit Kranz, haben erhalten:

Thomas Leidigkeit und Stefan Brokowski.

Bei der 65-Jahrfeier, bei der wir über 150 Gäste begrüßen durften, gab es auch eine selten Gelegenheit. Es kam zur Ordensverleihung für besondere Verdienste um das THW.

Heike Brune wurde mit dem THW Ehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet. Diese hohe Auszeichnung ist in der Vergabe strikt limitiert.

Zu den besonderen Momenten bei den Einsätzen zählte auch der Abstützeinsatz gleich zu Beginn des Jahres. Im Februar in Ennepetal kam es durch unsachgemäße Abrissarbeiten zu schweren Schäden an den angrenzenden Gebäudeteilen. Im Juni sorgte in Gevelsberg eine geborstene Wasserleitung für schwere Schäden an einem Gebäude. Nicht zu vergessen auch die Gebäudeexplosion in Wuppertal. Pumpen waren gefragt bei den zahlreichen Einsätzen wegen den Regenmassen die im Mai das Stadtgebiet in Wuppertal ins Chaos stürzten. Auch unsere Kradmelder werden immer häufiger gefordert. Dies meist in Verbindung als First Responder, da sie fast überall hinkommen. Bis jetzt hat sich hierfür der Einsatz von ATV besser dargestellt als die Nutzung des Krad, die Sicherheit und Beherrschbarkeit ist doch größer. Hingegen ist das Krad als Lotse wendiger und agiler.

Das laufende Jahr wird wieder für viel Veränderung sorgen, neue Einheiten und Fahrzeuge kommen hinzu, so dass wieder neuer Ausbildungsbedarf besteht. Die Zusammenarbeit der vier THW Standorte im EN Kreis wird weiter ausgebaut, so das auch hier weitere Arbeit wartet. Letztlich ist aber ein weiter Anstieg der Dienststunden zu vermeiden. Schon jetzt wären es unbereinigt rechnerisch 20 Vollzeitstellen, die hier ehrenamtlich als Gesamtleistung stehen.