Login Form

Die Geschichte unseres Ortsverbandes

Die Geschichte des Technischen Hilfswerkes in Hattingen beginnt im Jahre 1953.

Damals gründete der Geschäftsführer des THW Bochum, Herr Romany, den Ortsverband Hattingen.

Zu diesem Zeitpunkt wurde die Leitung des neuen Ortsverbandes (OV) Herrn Knaub übertragen. Eine kleine Gruppe von freiwilligen Helfern nahm an den damals noch in Bochum stattfindenden Ausbildungsveranstaltungen teil.

1957 bekam der inzwischen auf 20 Helfer angewachsene OV endlich in Hattingen eine eigene Unterkunft zugewiesen. Es war der alte Bunker an der Dahlhauser Straße, an den sich nur noch unsere ganz "alten" Helfer erinnern können. In den darauf folgenden Jahren konnte unser Hattinger Ortsverband seine Einsatzbereitschaft in zahlreichen Großübungen immer wieder unter Beweis stellen. Größere Katastrophen, die einen Einsatz des THW nötig gemacht hätten, gab es glücklicherweise in Hattingen nicht.

1960 fand unser Ortsverband in den Kellern des alten Kreishauses sein Domizil.

                                     

Allerdings erst nach weiteren sieben Jahren wurde für die Hattinger THW-Helfer deutlich bessere Bedingungen geschaffen, da aufgrund des größer werdenden Ortsverbandes die Räumlichkeiten immer beengter wurden.

                                           

1967 konnte dann das Verwaltungsgebäude mit dem Pferdestall der Zeche Aurora angemietet werden. Zugleich erfolgte ein Wechsel in der Führungsspitze unseres Hattinger Ortsverbandes: Von 1967- 1995 leitete Kurt Schneider unseren Ortsverband. Unter seiner Führung wurde die neue Unterkunft an der Holthauser Straße nach und nach mit großem Engagement unserer Helfer weiter ausgebaut.

1986 wurde dann auch die THW-Jugend Hattingen gegründet, mit Anfangs 4 Jugendlichen, 2011 sind es nun 38 in zwei Gruppen.

1990 startete der erste Helfer des Ortsverbandes zu einem Auslandseinsatz. Thomas Leidigkeit unterstützte für vier Wochen die Renovierungsarbeiten von Kinderheimen in Rumänien.

(1991) Schon im nächsten Jahr folgten ihm zahlreiche Helfer in einen Auslandseinsatz nach Rußland, sie überführten zahlreiche Hilfsgütertransporte.

                            

Nach langer und erfolgreicher Arbeit von Kurt Schneider führte anschließend sein Sohn Peter von 1995-1999 den Ortsverband Hattingen.

In dieser Zeit fand beim THW die große Umstellung der Einheiten statt. Aus den alten Bergung- und Instandsetzungszügen wurden nun Technische Züge mit diversen Fachgruppen. Hattingen hatte 140 Helfer, nur die aus dem Bergungszug blieben komplett, die Mitglieder des I-Zuges gaben bis auf 4 Helfer aus Frust ihren Dienst auf. Eine schwere Zeit für das THW Hattingen.

1998 führte der Ortsverband die SEG Eigentumssicherung (Schnell-Einsatz-Gruppe) zur Unterstützung der Polizei ein. Ziel ist es Eigentum nach Einbrüchen, Bränden, Unfällen und mutwilliger Zerstörung zu sichern.

1999 waren alle Helfer des Bergungszuges an den Forst- und Aufräumarbeiten nach Sturm Lothar tagelang im Einsatz.

 

                          

Aber durch intensive Arbeit sind es heute wieder über 100 Helfer im Dienst des Bevölkerungsschutzes.

Von 1999 bis Juni 2001 nahm Wolfgang Stilke die Aufgaben des Ortsbeauftragten in Hattingen war. Seit dem 1. Juli 2001 leitete Thorsten Littkemann den Ortsverband Hattingen. In diese Zeit vielen die ersten großen Jahrhunderthochwasser, die einen Einsatz in den neuen Bundesländern erforderlich machten.

Im August 2002 brachen über 50 Helfer des THW Hattingen für bis zu 14 Tagen nach Dresden, Magdeburg, Stendal, Pirna und Schlodtwitz auf. Dort beseitigten sie entstandene Schäden und sicherten Deiche.

Außerdem wurde der Ortsverband nun zusätzlich mit der Aufgabe betraut Gebäude zu sichern, heute eine der Hauptaufgaben. Dafür erhielten wir den ASH Satz (Abstützsystem Holz), später auch zusätzlich das EGS (Einsatzgerüst System).

Am 01. Juli 2004 übernahm Ortsbeauftragter Jörg Schreiber die Leitung des Ortsverbandes. Auch er führte uns durch etliche große Einsätze. Aber seine größte Errungenschaft wurde die Schaffung des Baufachberaters im THW. Hierzu erhielt er den Auftrag durch die THW Leitung.

2005 fand der Weltjugendtag statt, hier waren unsere THW Kräfte (Fgr Infra) 11 Tage im Einsatz im Camp Althenrath bei Köln.

Im Winter 2005 starteten Hattinger Einheiten aus einem Schneeeinsatz auf der A43 direkt durch ins Münsterland, hier kam es bei Ochtrupp zu einem mehrtägigen Stromausfall. Die Fachgruppe Infrastruktur, verstärkt durch alle Elektrofachkräfte war auch hier wieder mehrtägig im Einsatz.

2006 startete die verstärkte Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Hattingen, hieraus entstand der gemischte Löschzug. Außerdem war der Ortsverband mehrmals in Bereitstellung für die in Deutschland stattfindende Fußballweltmeisterschaft.

Im Januar 2007 fegte der Orkan "Kyrill" durch Hattingen und bescherte den 78 THW Einsatzkräften drei harte Einsatztage. Am letzten Tag viel sogar ein Einsatzfahrzeug nach einem Unfall aus, weil plötzlich noch Bäume umstürzten, zum Glück kam hierbei niemand körperlich zu Schaden.

2008 startete die Zusammenarbeit mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis, hierfür stellt der Ortsverband eine Sondereinheit auf, die ÖGA (örtliche Gefahrenabwehr-Gruppe) "Unterstützung Bereitstellungsraum", auch das Meldekrad nahm seinen Dienst auf.

Ab Mitte des Jahres 2008 übernahm der Stv. OB, Andreas Henkel, die Leitung des OV, da Herr Schreiber beruflich unabkömlich war. Aber auch er fand nicht ausreichend Zeit durch seinen Beruf, so dass er aus persönlichen Gründen, das Amt an seinen Stellvertreter Frank Kleinjohann übergeben hat. Er führt nun seit 2009 einen vorzüglichen Ortsverband, auch dank seiner Vorgänger.

                                                                    

März 2009 erfolgte der Einsatz beim Kölner Stadtarchiv, neben Einsätzen der Baufachberater wurde hier erstmals im großen Stil mit Cribbing abgestützt.

"Ruhr 2010", unter diesem Motto stand einer der größten Events, "Still-Leben" auf der Autobahn. Hier sicherten wir für 2 Tage die A40 Auffahrten in BO-Wattenscheid ab.

Der Winter 2010 brachte den neu aufgestellten SLM Trupp (Schnee-Last-Messtrupp) an seine Belastungsgrenze. Zuerst mussten die Helfer bei Sturm "Carmen" über 30 Einsätze abarbeiten und danach folgten 36 Einsätze für die Schneelastmessung.